Multi-Trans - Erfahrungsaustausch

  • Hallo zusammen,


    ich war ne ganze Weile schon nicht mehr hier, gesundheitlich bedingt ging nicht viel.
    Nun bin ich wieder am Start und habe mir so nen OKI White Printer zugelegt.
    Mir war vorher, und ist jetzt noch mehr, schon klar, dass dieser Drucker und die Produkte die daraus entstehen nur "zum spielen" taugen. Ich bin weder im Bereich Textil (no-cut, laser-dark) noch im Bereich Feststoffe (multi-trans, laser hard) bis jetzt zu einem !für mich! professionellen, sauberen, verkaufbaren Ergebnis gekommen.
    Mir ist völlig klar, dass hier viele Parameter (Folien-Marke, Drucker-Einstellung, RIP, Presse, Textil/Feststoff) mit rein spielen und es nicht so einfach ist wie Turbo Flex auf Baumwoll Shirt, aber dann muss man das auch genau so sagen und nicht von allen Seiten als Heilsbringer anpreisen.


    Ich bastle nun seit ein paar Tagen an schwarzen Tassen mit weißen und farbigen Druck.
    Gott sei Dank habe ich die RIP Software, aber selbst bei 400% Weißauftrag bei x1,5 Faktor finde ich die weiße Schrift immer noch nicht deckend genug.


    Nun habe ich mit meinen Zulieferern gesprochen, die üblichen Verdächtigen PE, Sch**ze, usw. und im Gespräch kommen völlig unterschiedliche Parameter und Aussagen raus. Manche sagen, Spülmaschine ja manche auf keinen Fall manche geht aber nur 50x, manche sagen einbrennen danach, manche Quatsch.


    Derzeit habe ich 2 Probleme (ohne die Spülmaschine, die konnte ich noch nicht testen)
    1.) Das Druckbild (vor allem weiß) wird trotz 400% weiß im RIP zu "flau".
    2.) Das Übertragungstape, vor allem die Gummischicht geht so gut wie gar nicht ab.


    Ich würde mich da gerne mal mit Menschen austauschen, die das System erfolgreich nutzen. Auch wenn mir klar ist, dass ich daheim meine eigene Konfiguration finden muss, wäre es schön mal zu sehen, dass es geht und dass es auch brauchbare Ergebnisse erzielt. (und das nicht nur in nem Verkaufs-youtube-Video).


    Also wer hat Erfahrungen damit? Wer setzt es ein?


    Grüße
    Flo


    // P.S. Zum Thema Spülmaschine, ich würde die Tasse nach der Produktion noch mal einbrennen und dann aber mit nem Zettel verkaufen auf dem eindeutig erklärt wird dass man sie mit der Hand spülen soll. Wenn se dann hin und wieder in der Spüle landet ist es nicht so schlimm.

    "Naja dann mach ma die Folie fertig, kann ich das dann nicht auch selbst mit dem Bügeleisen drauf machen?"

  • SPONSOR
  • Ich hab in einer Gaststätte eine schwarze Tasse als Demoobjekt abgegeben, die wird seit 6 Monaten mindestens fünf mal die Woche durch die Spülmaschine gejagt, sieht aus wie neu. Tasse ist von Schulze, Folie Laser Hard NG und natürlich OKI, nicht Ghost. RIP nutze ich nicht, macht bei Feststoffen meiner Meinung nach auch wenig Sinn. Ich lass die Tasse abkühlen und lege sie dann für ein bis zwei Stunden in ein Wasserbad, dann geht die Folie relativ gut ab.

  • Hi Perry,


    danke für die Info. Vor allem das mit der Testtasse in der Gastro ist ne gute Idee und Anhaltspunkt. Ich würde "normal" auch kein RIP benutzen, weil ich viele Einstellungen schon im Illu steuern kann. Aber die 400% Weißauftrag bekommt man über die normale Treibersoftware halt nicht hin. Und wenn ich auf ner schwarzen Tasse ne Bold Schrift in weiß drucken will, dann darf die nicht flau oder gräulich sein sondern muss weiß knallen.
    Ich hatte die Tassen auch schon über Nacht im Wasserbad ohne Erfolg. Es liegt auch nicht an der oberen Papierschicht sondern an der Gummischicht. Diese bleibt sehr fest kleben. Nicht mal mit Aceton geht die dann mehr weg.

    "Naja dann mach ma die Folie fertig, kann ich das dann nicht auch selbst mit dem Bügeleisen drauf machen?"

  • Alles was wir bisher damit getestet und als Muster bekommen haben hat nie gehalten.


    Die Frage ist da aber eher was du verkaufen möchtest, wir verkaufen farbige Tassen nur mit Siebdruck.

    Kornit
    Brother GTX
    Rutcure Master 9 tripple
    Siebdrucktransfers
    Stickmaschine ZSK

  • schroble


    Zitat

    ... wir verkaufen farbige Tassen nur mit Siebdruck...


    Klar, das kann man ja auch machen. Wenn man die technischen Voraussetzungen hat und ein Unternehmen ist, dass auf Masse ausgelegt ist - völlig legitim. ABER ich bediene Privatkunden, Firmen und Vereine die bei solchen Sachen nie mehr als 50 Stück kaufen. Na klar kann man jetzt auch sagen, das liegt am Verkaufstalent, aber nicht nur.


    Wenn ein Kunde zu mir kommt, möchte 1 - 20 schwarze Tassen, mit 4c+w Aufdruck, dann kann ich ihm (auch keine zugekauften) keine Siebdrucktassen verkaufen. Warum - weil die Vorkosten allein auf 120€ (sag ich jetzt ma so) kommen.


    Und genau deshalb wäre es eine gute Alternative.
    Es gibt eigentlich auch nur 2 Punkte, mit denen die Sache steht oder fällt. Haltbarkeit und Farbbrillanz. Alles andere ist zu vernachlässigen. Solange die Hersteller (OKI, Ghost, Forever, usw.) nicht daran schrauben, dass es wirklich einem Subli oder Sieb gegenüberstellbar ist, solange bleibt das Spielzeug, dass ich zwar dem Kunden trotzdem verkaufen kann, aber immer klar kommunizieren muss was es ist und immer mit Ärger rechnen muss. Und dann stellt sich die Frage ob ein Gewerbetreibender, der davon leben muss sich so n Mist rein zieht.

    "Naja dann mach ma die Folie fertig, kann ich das dann nicht auch selbst mit dem Bügeleisen drauf machen?"

  • Hallo
    beim Tassendruck mit weiß sollte man keinesfalls mit der RIP Software sondern mit dem normalen Druckertreiber arbeiten und zusätzlich den Weiß Auftrag noch hochstellen.
    Dir RIP Software dient maßgeblich dazu Toner zu sparen da zuviel Tonerauftrag beim Textildruck unerwünscht ist. Beim Tassendruck mit weiß ist das jedoch zu weinig da braucht es volle Kanne.

    .



    Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch wenn man keine hat.
    (Wilhelm Busch)

    2 Mal editiert, zuletzt von rüdiger ()

  • rüdiger


    Zitat

    beim Tassendruck mit weiß sollte man keinesfalls mit der RIP Software sondern mit dem normalen Druckertreiber arbeiten und zusätzlich den Weiß Auftrag noch hochstellen.


    Dem muss ich widersprechen. Ich habe zu Beginn ganz normal ohne Einstellungen irgendwo einen Weißdruck auf ne Tasse gemacht - unterirdisch. Dann habe ich wie empfohlen am Drucker die Dichte auf +3 gestellt - wurde schon besser aber immer noch nix wirkliches. Dann habe im Schritt 4 der RIP Software die Sonderfarbe auffüllen bis 400% Farbtonwert UND 1,5 multiplizieren eingestellt und jetzt kommen wir da ungefähr hin wie ich mir ein weiß vorstelle.


    Ich weiß, dass die RIP Software damit beworben wird Toner zu sparen und dafür grundsätzlich auch konzipiert ist, den Farbauftrag zu reduzieren ohne das Druckbild zu augenscheinlich zu verschlechtern, aber das geht ja sicherlich auch in die andere Richtung.
    Das so etwas dem Toner auschlutscht ist mir auch klar, aber so ein Druck ist ja nicht die Regel.

    "Naja dann mach ma die Folie fertig, kann ich das dann nicht auch selbst mit dem Bügeleisen drauf machen?"

  • Ohhh, sowas. Ich bin davon ausgegangen dass das alles Forever Folie ist und nur anders gelabelt wurde :mmmh: Deshalb hab ich auch die Laser Hard so gepresst wie die Forever. Ich probiers gleich mal aus, mit den Einstellungen von Schulze - vlt. geht dann die Folie endlich mal besser ab. Nur dass mit dem RIP und dem Farbauftrag erscheint mir schon sehr logisch. Ich werde berichten.

    "Naja dann mach ma die Folie fertig, kann ich das dann nicht auch selbst mit dem Bügeleisen drauf machen?"

  • Wie siehts den bei Euch mit Farben aus ? Das Weiß ist weniger das Problem, das kommt
    akzeptabel rüber. Nur z.B. Rot oder Grün auf einer schwarzen Tasse ... gruselig, da fehlt
    jede Brillianz.

    Ich kleb' Dir gleich eine!....:D...Folie natürlich...oder was hast Du gedacht? :winken:

  • Ich bedrucke Tassen mit einem Oki und dem Forev er Multi-Trans.
    Allerdings ausschließlich weiße Tassen.
    Das Trägerpapier geht am besten ab wenn die Tasse komplett ausgekühlt ist.
    Wenn mit einem Waasserbad nachgeholfen werden soll, trotzdem erste etwas abkühlen lassen. Hatte schon Spannungsrisse.


    Zum Thema Spülmaschine hatte ich auch verschiedene Aussagen und Erfahrungen.
    Bei dem einen hält es seit x Spülgängen, bei anderen war es nach 2-3x schon alles weg.
    Als Hauptverdächtigen habe ich die Temperatur ausgemacht. Alles über 60-65 Grad mag der Druck gar nicht. Bleibt man darunter, alles Top. Alles drüber ist gefährlich.
    Extrembeispiel: Tasse einer Bekannten in einer Krankenhaus-Spülmaschine bei 80 Grad. (oder mehr) Da hat sich selbst diie weiße Glasur der Tasse abgelöst.